Die letzte Wache der Al Zahraa Story starten | Überblick

Die letzte Wache der Al Zahraa
Bremerhaven, 2004



Die Geschichte der "Al-Zahraa" ist die eines Schiffes, das zur falschen Zeit am falschen Ort war. 1990 läuft das Schiff ohne Ladung in Bremerhaven ein, weil die Maschine repariert werden muss. Als sie gerade ausgebaut worden ist, greift der Irak Kuwait an, die Vereinten Nationen verhängen ein Embargo gegen den Irak, und seitdem liegt der Frachter an der Kette. Der irakische Eigner schickt in Halbjahresabständen zwei Leute, die das Schiff bewachen sollen.

Auch für Adel Kadem und Abdullah Moosa hätte es ein leichter und gutbezahlter Job werden können. Aber dann geschieht etwas Unerwartetes, etwas, das den Urlaubscharakter ihrer Mission trübt: Ihrem Land wird die Regierung weggebombt (was beide durchaus begrüßen) und der Kontakt zu ihren Familien reißt ab. Was nun kommt, ist ein zähes Ausharren vor dem Fernseher: Werden die eigenen Heimatstädte als Bombenziele im Fernsehen auftauchen?

Der Krieg geht vorbei, über das Rote Kreuz finden beide wieder Kontakt zu ihren Familien. Bis auf einen Cousin, der als Deserteur hingerichtet wurde, haben alle überlebt. Adel und Abdullah bleiben in Bremerhaven: Niemand gibt ihnen den Befehl zur Rückkehr. Ihr Gehalt trifft nur noch sporadisch ein, sie bekommen Spenden von der Bevölkerung und der Seemannsmission. Sie wurden vergessen.

Im Mai 2004 kehrten Adel Kadem und Abdullah Moosa schließlich in den Irak zurück. Die Al Zahraa lag bis 2011 in Bremerhaven und wurde dann zum Verschrotten nach Litauen geschleppt. Die Maschinen wurden nie wieder eingebaut.

Die letzte Wache der Al Zahraa
Bremerhaven, 2004



Die Geschichte der "Al-Zahraa" ist die eines Schiffes, das zur falschen Zeit am falschen Ort war. 1990 läuft das Schiff ohne Ladung in Bremerhaven ein, weil die Maschine repariert werden muss. Als sie gerade ausgebaut worden ist, greift der Irak Kuwait an, die Vereinten Nationen verhängen ein Embargo gegen den Irak, und seitdem liegt der Frachter an der Kette. Der irakische Eigner schickt in Halbjahresabständen zwei Leute, die das Schiff bewachen sollen.

Auch für Adel Kadem und Abdullah Moosa hätte es ein leichter und gutbezahlter Job werden können. Aber dann geschieht etwas Unerwartetes, etwas, das den Urlaubscharakter ihrer Mission trübt: Ihrem Land wird die Regierung weggebombt (was beide durchaus begrüßen) und der Kontakt zu ihren Familien reißt ab. Was nun kommt, ist ein zähes Ausharren vor dem Fernseher: Werden die eigenen Heimatstädte als Bombenziele im Fernsehen auftauchen?

Der Krieg geht vorbei, über das Rote Kreuz finden beide wieder Kontakt zu ihren Familien. Bis auf einen Cousin, der als Deserteur hingerichtet wurde, haben alle überlebt. Adel und Abdullah bleiben in Bremerhaven: Niemand gibt ihnen den Befehl zur Rückkehr. Ihr Gehalt trifft nur noch sporadisch ein, sie bekommen Spenden von der Bevölkerung und der Seemannsmission. Sie wurden vergessen.

Im Mai 2004 kehrten Adel Kadem und Abdullah Moosa schließlich in den Irak zurück. Die Al Zahraa lag bis 2011 in Bremerhaven und wurde dann zum Verschrotten nach Litauen geschleppt. Die Maschinen wurden nie wieder eingebaut.

Abdullah looks out of a disused crew cabin aboard the Al Zahraa. The vessel moored in Bremerhaven in 1990 and never left harbor again.
Adel in one of the officer's cabins that serve him and Mohammed as living rooms. They'd only dare to take down the Saddam portraits everywhere on the ship when they saw American tanks destroying Saddam statues in Bagdad.
Portrait of Abdullah in the vessel's empty storage deck.
The danish-built vessel was used to transport tanks in the Iran-Iraq war in the 1980ies. It was hit by the UN embargo when Iraq attacked Kuwait and has not been moved from Bremerhaven since 1990.
Dinner time. Adel and Abdullah spend most of their time together in this officer's cabin.
Abdullah in the makeshift kitchen. There's no running water on board the ship, and they have to fill these canisters with a hose on the quay.
Portrait of Adel (left) and Abdullah on the Al Zahraa's foredeck. When word got around that they were forgotten, they received food and clothes donations from locals and from the seaman's mission in Bremerhaven
The galley as the last crew left it behind. Abdullah and Adel don't use it since there is no running water, and it is too far from their cabins.
CNN and Al-Jazeera were the only way for Adel and Abdullah to keep track of what was going on in Iraq since they could not contact their families any more.
Abdullah is raising onions and other vegetables. They try to spend as little money as possible and send the rest to their families. The vessel's engines still remain in a shack on the shipyard that can be seen in the background.
Winters were particularly hard for Adel and Abdullah.
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+49 (0) 163 489 51 55
Jesco Denzel Jesco Denzel